Sodbrennen in der SchwangerschaftSodbrennen in der Schwangerschaft, Übelkeit, Krampfadern, Schwangerschaftsstreifen.

Die Liste der Zipperlein, die sich in der Schwanger-schaft einstellen, von denen man möglicherweise sogar vorher noch niemals etwas gehört hat, ist lang.

 

Was genau ist Sodbrennen?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein brennendes und unangenehmes Gefühl vom unteren Bereich des Halses bis zu Brust. Vor allem die Veränderungen des Hormonhaushalts sorgen dafür, das Sodbrennen in der Schwangerschaft auftritt.

Durch das Hormon Progesteron wird der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre entspannt, was bedeutet, dass er vermehrt Magensäure in die Röhre hindurch lässt.

Am Ende der Schwangerschaft drückt das Baby zusätzlich von unten die Magensäure in Richtung Speiseröhre. Das Aufsteigen des sauren Mageninhalts reizt die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre und das wird als brennend und sehr unangenehm empfunden.

Aber auch die Art der Ernährung spielt eine große Rolle, wenn die Schwanger dem Sodbrennen in der Schwangerschaft entgegen wirken möchte.

In welcher Zeit ist Sodbrennen in der Schwangerschaft am schlimmsten? Die meisten Schwangeren klagen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft vermehrt über Sodbrennen. Das Phänomen verschwindet häufig mit der Geburt so schnell wieder, wie es gekommen ist. Immerhin leiden insgesamt circa 30% aller werdenden Mütter unter Sodbrennen. Viele Schwangere finden es in der Nacht besonders schlimm, weil im Liegen der Mageninhalt es
noch leichter hat, in die Speiseröhre zu fließen.

 

Was hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Eine ganze Menge! Es ist zwar schwierig, das Sodbrennen in der Schwangerschaft ganz zu verhindern, mit den folgenden Tipps können die Beschwerden aber deutlich gemindert werden. Zum Beispiel kann stark gewürztes und fettiges Essen die Beschwerden deutlich verschlimmern. Selbiges gilt auch für Alkohol, Kaffee und Zitrusfrüchte sowie Fruchtsäfte (denn diese säuern ganz besonders), leider aber auch für Schokolade.

Unbedingt sollte die Schwangere sich angewöhnen, beim Essen langsam zu kauen und sich Zeit zu lassen. Übrigens sollte sie während des Essens nicht zu viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sondern das Trinken besser über den Tag verteilen. Weiterhin gilt die Regel, lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, als wenige große. Nach dem Essen sollte sich die werdende Mutter, wenn möglich, eine Stunde lang nicht hinlegen und schlafen, am besten mit leicht erhöhtem Kopfteil des Betts. Ansonsten wird die Magensäure immer wieder einen Weg in die Speiseröhre finden und genau das möchte man ja verhindern.

Weitere Tipps, deren Wirksamkeit allerdings nicht belegt sind, sind das Trinken von etwas Milch, das langsame Kauen von geschälten Mandeln oder Haselnüssen, ein Teelöffel Senf nach dem Essen, das Kauen von einer halben rohen Karotte und das Trinken von zwei Schluck
warmem Wasser vor dem Essen.

 

Wenn gar nichts hilft

Dann sollte der Frauenarzt befragt werden! Es gibt nämlich verschiedene Tabletten für den Magen, die für das Neugeborene unschädlich sind, das Sodbrennen in der Schwangerschaft aber deutlich lindern können. Dies aber zu entscheiden und zu verschreiben, ist Sache des Arztes.

Auch Akupressur kann unter Umständen eine Besserung mit sich bringen. Auf jeden Fall ist Sodbrennen in der Schwangerschaft zwar äußerst lästig, aber ansonsten in keiner Weise irgendwie schädlich für Mutter und Kind. Der große Trost ist, dass dieses Phänomen fast immer nach der Schwangerschaft von ganz alleine wieder verschwindet.